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Eine Krise, die nicht verschwindet: Klimaschutz jetzt

21. April 2020

Das heute verhängte Feuerverbot in Luzern zeigt: Die Klimakrise ist akut, es ist viel zu trocken und heiss. Die Luzerner Politik ist gefordert, endlich griffige Massnahmen für den Klimaschutz zu ergeiffen und mit Anpassungsmassnahmen die Situation für die Bevölkerung erträglicher zu machen. Die GRÜNEN haben bereits eine vielzahl Vorschläge eingebracht. Bisher fanden sich dafür kaum Mehrheiten im Kantonsrat.

Im Kanton Luzern gilt ab sofort ein absolutes Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Mitten im April. Zum Vergleich: im letzten Jahr wurde es im Wald erst im Juli zu trocken für Feuer. Auf den wärmsten Schweizer Winter seit Messbeginn folgt einer der wärmsten und trockensten Frühjahre*. Der Klimawandel und seine negativen Auswirkungen auf das Alltagsleben zeigen sich immer stärker. Und die Schweiz ist besonders betroffen. Die Jahresmittel-Temperatur ist in der Schweiz in den letzten 150 Jahren um rund 2°C angestiegen. Damit liegt sie bereits heute über dem vom internationalen Klimaabkommen formulierten Ziel, den durchschnittlichen Temperaturanstieg global auf 1.5 °C zu begrenzen*. Das hat spürbare Auswirkungen, beispielsweise in der zunehmenden Hitze und Trockenheit.

Massnahmen jetzt angehen

Der Kanton Luzern muss handeln und endlich griffige Klimaschutzmassnahmen in die Wege leiten, wie sie die GRÜNEN im Rahmen der Klimasession im vergangenen Jahr gefordert haben (https://www.klima-plan.ch/). Wie die Realität zeigt, sind dringlich Massnahmen für die Anpassung an die Klimaveränderung notwendig. Der Klimawandel ist nicht einfach ein unsichtbarer Temperaturanstieg, sondern bringt leider Verlier*innen hervor. Bäuer*innen erleben das in diesen Tagen wiederum hautnah.

Es gilt, sofort Massnahmen in die Wege zu leiten, welche die Hitze und Trockenheit für die Menschen erträglicher sowie die Ökosysteme robuster und damit klimaangepasster machen. Nur so kann vermieden werden, dass die Wirtschaft und wir Menschen zu den Verlier*innen gehören.

Mehr Grün statt Grau in den Gemeinden, Weg vom Asphalt hin zu mehr Bäumen und Flächenbegrünung dafür engagieren sich die GRÜNEN beispielsweise mit der Stadtklima-Initiative (https://www.zentralplus.ch/stadtklima-initiative-kommt-zustande-1755673/).

Die Krise ist akut, die Luzerner Politik ist gefordert. Die Herausforderungen im Klimaschutz und in der Klimaanpassung dürfen nicht in der Corona-Krise untergehen.

Korintha Bärtsch Kantonsrätin, Kommission Raumplanung, Umwelt und Energie

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*https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klimawandel-schweiz/temperatur-und-niederschlagsentwicklung.html