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Einzonungs-Moratorium: Stadtrat setzt auf überholte Rezepte

9. April 2020

Der Krienser Stadtrat lehnt ein Einzonungs-Moratorium für die nächsten 15 Jahre ab. Das Volksbegehren der GRÜNEN Kriens haben 854 Krienser*innen im vergangenen Jahr unterschrieben. Mit dem NEIN aus dem Stadthaus haben die GRÜNEN gerechnet, sind aber dennoch enttäuscht. Denn das Moratorium ist nicht nur ein Schutz für die Naherholungsräume, sondern auch eine Chance für städtebauliche Innovation.

Die GRÜNEN Kriens sind enttäuscht über die ablehnende Haltung des Stadtrates zum Einzonungs-Moratorium für die nächsten 15 Jahre. In den vergangenen Jahren wurde sehr viel gebaut ein Marschhalt ist aus Sicht der GRÜNEN dringend notwendig. Vom bisherigen Stadtrat war allerdings keine bessere Antwort zu erwarten. 854 Krienser*innen unterstützten das Volksbegehren. Die Stadtregierung scheint den Puls Bevölkerung nicht wirklich zu spüren das zeigte sich in den vergangenen Jahren wiederholt.

Die Argumente des Stadtrates sind denn auch nicht nachvollziehbar. Die Stadt hat weiterhin über 42 Hektaren eingezontes Bauland eine Fläche, die beinahe der Grösse des Rotsees entspricht. «Das ist absolut ausreichend, um den Wohnraumbedarf in Kriens für die kommenden 15 Jahre zu decken», sagt Co-Präsident Erich Tschümperlin. «Eine konsequente Lösung ist notwendig Kriens frisst sich mit jeder Teilrevision des Zonenplans weiter in die umliegende Landschaft. Der Schutz der Naherholungsräume muss endlich höher gewichtet werden», so Tschümperlin.

Der Stadtrat verlässt sich lieber auf überholte Rezepte. Bauen auf der grünen Wiese ist einfach. Bei der wertvollen Ressource Boden ist jedoch in der heutigen Zeit Innovation gefragt: Der Stadtrat muss umdenken. Es braucht Lebensqualität trotz steigender Dichte: Das heisst beispielsweise qualitativ hochwertige Aussenräume, Bauzonenordnung überarbeiten und modernisieren, Synergien und Mischnutzungen schaffen, gezielte Ersatzneubauten fördern. Das Moratorium braucht es deshalb auch, um Innovation in Gang zu bringen und die verbleibenden Krienser Grünräume zu schützen.

Das Moratorium wird an der Mai-Sitzung des Krienser Einwohnerrates behandelt. Folgt das Parlament dem Antrag des Stadtrates, hätte das Stimmvolk abschliessend über das Initiativbegehren zu befinden. Entscheidet sich das Parlament in einer Mehrheit für die Annahme, müsste das Stimmvolk darüber befinden, ob der entsprechende Passus in die Gemeindeordnung aufgenommen werden soll.