Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2015

Dringliches Postulat für eine Tempo-30-Strecke auf der Kastanienbaumstrasse

Archiv: 28. September 2015

Peter Bucher fordert den Gemeinderat namens der L20-Fraktion auf, die Einführung einer Signalisation Tempo 30 auf der Kastanienbaumstrasse nochmals zu prüfen und dem Einwohnerrat einen entsprechenden B+A vorzulegen. Es ist wünschenswert, auch verschiedene Ausführungsvarianten der baulichen Begleitmassnahmen mit den entsprechenden Kostenschätzungen zu prüfen.

An der Kastanienbaumstrasse 51 bis 91 besteht und in der geplanten Überbauung Wide entsteht ein Horwer Wohnquartier, auch auf dem Zonenplan ist dies erkennbar. Die Parzellen zwischen Roggern und Felmis sind als übriges Gebiet bereits für eine zukünftige Entwicklung vorgemerkt. Die Zone um die Sportanlagen und Restaurant Felmis ist Bestandteil eines Quartiers. Die Kastanienbaumstrasse ist auch ein wichtiger Schulweg. Im B+A Nr. 1392, welcher im März 2009 im Einwohnerrat verabschiedet wurde, lag ein Bericht der METRON bei, welcher genau diese Strecke als Bestandteil der Tempo 30-Zone vorsah - im Leitbild der Gemeinde Horw steht, in Quartieren solle flächendeckend Tempo 30 gelten.

Die Gemeinde als Eigentümerin der Kastanienbaumstrasse trägt für die verursachte Umweltbelastung, insbesondere die Überschreitung der Lärmgrenzwerte bei Tempo 50, die Verantwortung. Deshalb legt der Gemeinderat gemäss Lärmschutzverordnung demnächst ein Lärmschutzprojekt (LSP) öffentlich auf. Darin wird als einzige Massnahme der Einbau eines Flüsterbelages vorgesehen, welcher bei unverändertem Temporegime den Geräuschpegel um maximal 4 dB reduzieren kann. Die alterungsbedingte Minderung der Wirkung wird dabei nicht berücksichtigt. Die 40 bestehenden Gebäude an dieser Strecke werden von 309 Personen bewohnt. Bei 19 Gebäuden, in denen 99 Personen wohnen, wird auch nach Einbau des Flüsterbelags der Grenzwert für Lärm teilweise deutlich überschritten werden. Von einer Variante Tempo 30 würden alle 309 Personen profitieren und die Grenzwerte könnten überall eingehalten werden.

  • Variante Tempo 30 auf dieser Strecke würde das Quartier als Wohnquartier enorm aufwerten.
  • Die Gemeinde würde entsprechend ihrem Leitbild handeln.
  • Die Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg würde deutlich verbessert und damit die Lebensqualität.
  • Eine Reduktion der Verkehrsmenge durch die Deattraktivierung für den Umfahrungsverkehr könnte erreicht werden.

Im Einwohnerrat vom 19. März 2009 fand eine Abstimmung über das Zonenkonzept statt. Es wurde argumentiert, die Kastanienbaumstrasse mit Tempo 30 zu belegen sei unverhältnismässig. Die Diskussion fand noch ohne Einbezug der Erkenntnisse, die aus dem Lärmschutzprojekt erwachsen sind, statt. Da nun bekannt ist, dass die Gemeindestrasse ohne Tempo 30 die gesetzlichen Grenzwerte nicht einzuhalten vermag rechtfertigt es sich, diese Diskussion nochmals mit dem neuen Hintergrundwissen zu führen.

Die unterzeichnenden Personen fordern den Gemeinderat auf, die Einführung einer Signalisation Tempo 30 auf der Kastanienbaumstrasse nochmals zu prüfen und dem Einwohnerrat einen entsprechenden B+A vorzulegen. Es ist wünschenswert, auch verschiedene Ausführungsvarianten der baulichen Begleitmassnahmen mit den entsprechenden Kostenschätzungen zu prüfen.