Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2012

Interpellation künftige Nutzung Am-Rhyn-Haus

Archiv: 26. August 2012

Edith Lanfranconi und Korintha Bärtsch bitten den Stadtrat namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion in einer Interpellation vom 26. August 2012 um Auskunft über die künftige Nutzung und die Betriebspläne für das leerstehende Am-Rhyn-Haus.

Seit 2008 steht das Am-Rhyn-Haus leer und noch immer ist unklar, wie die zukünftige Nutzung aussieht. Ende 2010 hat das Parlament zustimmend Kenntnis genommen vom Entwicklungskonzept Am-Rhyn-Haus und gleichzeitig einem Sanierungskredit für dringende bauliche Massnahmen zugestimmt.

Das Konzept wurde in einer interdisziplinär zusammengesetzten Arbeitsgruppe erarbeitet. Im Konzept wird eine kommerzielle Nutzung (Vermietung) des Vorderhauses angestrebt; das Hinterhaus hingegen soll öffentlich bleiben und vermehrt zugänglich sein. Favorisiert wird eine gemischtwirtschaftlich/private Trägerschaft, wie sie Stadtforum (Drehscheibe kulturgeschichtlicher Angebote, Stadtführungen, ev. Museumsteil...) und Literaturhaus (Begegnungszentrum für diverse Angebote rund um Literatur und Sprache) erbringen könnten.

Seitdem sind wieder bald zwei Jahre vergangen und es hat sich wenig getan. Ein Betriebskonzept, wie es angekündigt wurde existiert noch nicht und auch in Sachen kommerzielle Nutzung ist offenbar bis auf die Vermietung von Büros an Herrn Schwöbel von der Rathausbrauerei noch nichts gegangen.

Wir bitten den Stadtrat deshalb folgende Fragen zu beantworten:
  • Wie sieht der Stadtrat mittelfristig die Nutzung des Am-Rhyn-Hauses? Welche Möglichkeiten sieht der Stadtrat, das Amrhynhaus »mindestens teilweise öffentlich zugänglich (vgl. B43/2010) zu machen?
  • Ist er weiterhin bereit, die Erarbeitung einer konkreten und detaillierten Nutzungslösung und eines Betriebskonzepts in die Wege zu leiten?
  • Wird er den dafür notwendigen Planungskredit, wie im B 43/2010 dargestellt, beim Parlament beantragen?
  • Ist er bereit, mit motivierten und engagierten Leuten zusammen zu arbeiten, um das Haus mit seiner historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung der Bevölkerung zugänglich zu machen?