Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Aktuell

Postulat: Koordinierte Stadtentwicklung

1. März 2021

Peter Stofer bittet den Stadtrat mit einem Postulat, vor der Schliessung des Hortes im Heinrich Walther-Haus und des Schulhauses Bleiche eine Analyse zur Stadt -und Quartierentwichlung auszulösen und die daraus resultierenden Erkenntnisse mit weiteren Planungsgrundlagen zu koordinieren.

Im Freitagsmail Nr. 19/2020-21 der Volksschule Kriens vom 22. Januar 2021 wird die Schliessung des Hortes und des Mittagstisches im zentral gelegenen und gut eingerichteten Heinrich Walther-Haus sowie die Schliessung des Schulhaus Bleiche angekündigt.

Die Hintergründe, die ökonomischen Folgen, die pädagogischen Überlegungen, allfällige Vor- und Nachteile für Spiel- und Pausenplätze oder für die Entwick1ung der betroffenen Quartiere sind uns nicht bekannt, weshalb die Grünen parallel zu diesem Postulat, das ein koordiniertes Vorgehen verlangt, auch eine Interpellation einreichen.

Schliessungen und Verschiebungen können durchaus Sinn machen und werden von den Grünen nicht grundsätzlich bekämpft. Ziel aber muss immer das Wohl der Krienser und Krienserinnen sowie die Einhaltung von Gesetz und Prozessen sein.

Ich bitte Sie folgendes Postulat zu überweisen:

Bevor der Stadtrat den Hort im Heinrich Walther-Haus und das Schulhaus Bleiche schliesst, löst er eine Analyse zur Stadt -und Quartierentwichlung aus, welche er im Hinblick auf die Revision des Bau- und Zonenreglements (BZR) ohnehin benötigt. Er koordiniert die daraus resultierenden Erkenntnisse mit der versprochenen Immobilienstrategie, der vorhandenen Schulraumplanung, der Modulbau-Strategie, dem Entwicklungskonzept Luzernerstrasse und allfällig weiteren Planungsgrundlagen.

Begründung:
In den letzten Jahren hat die Stadt viel Geld verloren mit Leerständen (Gemeindehaus), Modulbauten (Turnmatte) und überstürzten Planungen (Kuonimatt und Grabenhof). Die jüngsten Ankündigungen lassen befürchten, dass das teure «Hüsch und Hott» fortgesetzt wird. Bevor neue Fakten geschaffen werden, sind die Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten. Genauso hoch wie die reinen Kosten ist dabei der Gewinn an Lebensqualität in den Quartieren zu gewichten. Schulanlagen, öffentliche Räume, Spiel- und Pausenplätze, Schulwegsicherheit usw. spielen eine wichtige Rolle für attraktive Quartiere. Ein unkoordiniertes Vorgehen mit Schnellschüssen muss aus ökonomischen, ökologischen, demokratischen (Glaubwürdigkeit) und sozialen Gründen zwingend vermieden werden. Das BZR bietet dazu den geeigneten Rahmen. Diese Chance ist zu nutzen.