Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Aktuell

Interpellation: Seezugänge

4. November 2020

Larissa Lehner und Mitunterzeichnende stellen dem Gemeinderat in einer Interpellation einige Fragen zu den Seezugängen in der Gemeinde Horw.

Unsere Seegemeinde Horw verfügt leider nur über wenige attraktive und für die Öffentlichkeit nutzbare Seezugänge. Grosse Teile des Horwer Seeufers sind in privater Hand und die meisten öffentlichen Uferbereiche durch Strassen und Ufermauern blockiert.

Die L20-Fraktion ist der Meinung, dass uns die Stadt Luzern mit ihren öffentlichen Pärken, Spazierwegen und Badestellen entlang des Seeufers weit voraus ist und dass es in Horw bei wachsender Bevölkerung und zunehmenden Gästen aus der Region dringend attraktive Uferwege anstatt Teerstrassen sowie eine ökologische Aufwertung der Uferbereiche braucht.

Der öffentliche Seezugang ist ein wichtiges öffentliches Anliegen und geniesst im Raumplanungsgesetz sowie der Gemeindestrategie einen hohen Stellenwert. Wir denken, es sei jetzt an der Zeit, dass auch in unserer Gemeinde die Seezugänge besser für die Öffentlichkeit erschlossen werden, und zwar sowohl für Spaziergänger als auch für Badende. Dabei gilt es selbstverständlich sorgfältig zwischen den Ansprüchen der Erholungssuchenden und jenen des Naturschutzes abzuwägen.

Die Horwer Politik scheint diese Problematik schon seit längerer Zeit erkannt zu haben. So wurde im Konzept und Entwicklungsrichtplan Horwer Halbinsel vom Februar 2011 beispielsweise festgehalten, dass im Zusammenhang mit den sanierungsbedürftigen Ufermauern beim Seezugang Rüteli ein Projekt für naturnahe Gestaltung zu erarbeiten sei.

Wir fragen den Gemeinderat an:
  • Wie sieht der Stand der Dinge beim Seezugang Rüteli zwischenzeitlich aus? In welchem Zeitraum dürfen wir mit der Entfernung der Ufermauern und der Anlegung eines Sandstrandes rechnen?
  • Ist auch bei der Anlage Krämerstein geplant, die Betonmauern zu entfernen?
  • Gedenkt der Gemeinderat, im Bereich der Sand und Kies AG Platz für ein Flachufer zu schaffen?
  • Könnten im Bereich der Ufermauern entlang der Seetrasse Möglichkeiten für Badebereiche angedacht werden?
  • Sieht der Gemeinderat die Möglichkeit einer Verhandlung mit dem Besitzer des ehemaligen Hotels St. Niklausen, dessen privaten Seezugang (zumindest solange dieser nicht anderweitig genutzt wird) für die Öffentlichkeit zu erschliessen?
  • Rund um den Vierwaldstättersee haben die Seegemeinden auch das Potenzial der punktuellen gezielten Bewirtschaftung (Bsp. durch Buvetten) erkannt. Hat die Gemeinde Horw diesbezüglich schon Anfragen bekommen? Wie sieht die Haltung diesbezüglich für künftige Projekte aus und wie könnte eine punktuelle Bewirtschaftung ermöglicht werden?
Wir danken für die Beantwortung dieser Fragen.