Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2011

Grüne fordern nachhaltige Entwicklung an der Industriestrasse

Archiv: 21. Februar 2011

Die Gesamtplanung der Stadt Luzern basiert auf den Kriterien der Nachhaltigkeit. Die Fraktion der Grünen und Jungen Grünen setzt sich deshalb ein, dass in Planungs- und Entscheidungsgremien jeweils die soziale, ökonomische und ökologische Dimension ausgewogen berücksichtigt werden. Gemäss der Ausschreibung Investorenwettbewerb Industriestrasse Luzern ist das Preisgericht vorwiegend mit Fachpersonen aus dem ökonomischen Bereich zusammengesetzt. Bei Bedarf können jedoch Fachexperten bzw. Spezialisten ohne Stimmrecht eingeladen werden. Monika Senn Berger fordert in einem Vorstoss vom 21. Februar 2011 namens der Fraktion der G/JG vom Stadtrat, dass auch Fachexpert/innen aus dem sozialen und ökologischen Bereich beigezogen werden.

An der Industriestrasse werden gleich zwei Kernthemen der Stadt angegangen: Schaffung von Wohnraum sowie Wirtschaftsförderung. Die Zielsetzung im Investorenwettbewerb, nämlich die «Schaffung einer vielfältigen Quartierstruktur» bietet die Chance, allen drei Kriterien einer nachhaltigen städtischen Entwicklung Rechnung zu tragen.

  • Der sozialen Dimension: Durch ein breites Angebot an Mietwohnungen wird der Wohnungsmangel gelindert und eine gute Durchmischung gefördert. Die Möglichkeit einer ganzen oder teilweisen Veräusserung des Areals im Baurecht bewirkt, dass die entstehenden Räumlichkeiten auch zahlbar sind.
  • Der ökonomischen Dimension: Die Aufteilung in grössere, mittlere und kleinere Gewerbe- und Dienstleistungsflächen ermöglicht, dass einerseits dort ansässiges Klein- und Kunstgewerbe oder innovative Startups Platz finden und andererseits wertschöpfungsintensive Firmen angesiedelt werden können. Mit der Etappierung kann auf die Nachfrage reagiert und allfällige Brachflächen für Übergangslösungen genutzt werden.
  • Der ökologischen Dimension: Die Verknüpfung von Wohn- und Arbeitsnutzung fördert die in der Gesamtplanung vorgesehene «Stadt der kurzen Wege». Die Lage des Areals in Gehdistanz zum Bahnhof und zu Naherholungsgebieten und die ausgezeichnete Anbindung an den öffentlichen Verkehr wäre sogar für eine autofreie Wohnsiedlung geeignet. Damit könnte statt in eine Einstellhalle für Autos in den vorgesehenen Minergiestandard investiert werden.

Die Grünen und Jungen Grünen sind gespannt auf die Ergebnisse des Wettbewerbs und wären erfreut, wenn dieses Projekt Einwohner/innen unserer Stadt eine Verbesserung ihres persönlichen Footprints ermöglicht.