Ein erster Schritt: Kanton Luzern will endlich für mehr Fussgänger*innen- und Velo-Sicherheit auf der Seebrücke sorgen.
Ein erster Schritt auf einem langen Weg: Der Luzerner Regierungsrat befürwortet die breit abgestützte Forderung, mehr Platz und Sicherheit für Velofahrende und Fussgänger*innen zu schaffen und dafür allenfalls die Seebrücke zu erweitern. Zentral ist, dass die angekündigten Sofort-Massnahmen für mehr Sicherheit für Velofahrende schnell Verbesserungen bringen.
Der Regierungsrat schlägt Sofortmassnahmen vor, ohne diese genau zu skizzieren. Falls auch das Kantonsparlament dem Postulat zustimmt, werden die GRÜNEN eine schnelle und effektive Umsetzung einfordern.
Der Regierungsrat schlägt dem Kantonsrat ebenfalls vor, im Rahmen des Masterplans Bahnhofraum Luzern eine Verbreiterung der Seebrücke zu prüfen. Der im Postulat vorgeschlagene Steg für Fussgänger*innen ist dafür eine Option. Es ist zentral, dass diese Prüfung kein Papiertiger bleibt und Platz und Sicherheit des Langsamverkehrs endlich das nötige Gewicht in der Verkehrsplanung erhalten. Velofahrende in Luzern dürfen hoffen, aber bis die Fahrt über die Seebrücke entspannt statt angespannt verläuft, ist es noch ein langer Weg.
In der Stadt Luzern hat der Grossstadtrat ein Postulat mit derselben Forderung bereits im Dezember erheblich erklärt. Der Erstunterzeichner Adrian Häfliger freut sich über das positive Signal des Regierungsrates und erwartet nun rasche Fortschritte bei der Umsetzung:
Eine sichere Infrastruktur für Velos ist seit 2018 (Velogesetz) ein Auftrag der Schweizer Stimmbevölkerung. Es geht aber erst im Schneckentempo vorwärts, zahlreiche Velowege im Kanton Luzern sind unsicher, lückenhaft und unattraktiv – so auch die Seebrücke. Der Kanton muss ganz generell endlich einen Gang höher schalten, das schon lange versprochene Velokonzept vorlegen und in der Planung der Gesamtmobilität (PGM) Massnahmen für Velos umsetzen.