Wir GRÜNE danken der Regierung und der Verwaltung für die vorliegende kantonale Umsetzung der zweiten Etappe der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes (RPG 2). 

Es ist aus Sicht von uns GRÜNEN zentral, dass der Kanton Luzern die Ziele von RPG2 zum Schutz von Kulturland, Natur und Biodiversität umsetzt. Dabei ist klar, dass insbesondere das Stabilisierungsziel (nicht mehr als 2% Zunahme von versiegelten Flächen und Gebäuden ausserhalb der Bauzone) nicht ohne Weiteres zu erreichen sein wird und auch zahlreiche Zielkonflikte beinhaltet. Ein rein juristischer Nachvollzug der bundesrechtlichen Vorgaben durch die vorliegende Vorlage reicht aus Sicht von uns GRÜNEN darum nicht aus. Es braucht – wie dies vom Bund vorgegeben wird – ein Gesamtkonzept, in dem der Kanton Luzern aufzeigt, wie er das Stabilisierungsziel in Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteur:innen (Landwirtschaft, Gemeinden, Naturschutzverbände) umsetzen will. Die vorgeschlagenen Massnahmen in der aktuellen Vorlage scheinen nicht ausreichend.

Positiv zu bewerten ist, dass die Rolle des Kantons bei der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gestärkt wird. So kann der herausfordernde Vollzug verbessert und die Gemeinden unterstützt werden.

Ungenügend ist aus unserer Sicht die Finanzierung der vorgeschlagenen Abbruchprämie. Wie in der Vorlage aufgezeigt wird, reicht die Mehrwertabgabe nicht aus, um die Abbruchprämie zu finanzieren. Es braucht darum eine zusätzliche Finanzierung – beispielsweise durch eine Erhöhung der Mehrwertabgabe oder durch zusätzliche Staatsmittel.

Stellungnahme kantonale Umsetzung der zweiten Etappe der Teilrevision des Raum GRÜNE