Aus Sicht der GRÜNEN sind dabei folgende Bereiche besonders wichtig: Der Schutz des Wassers vor Verunreinigung (Wasserqualität), die Stärkung des Wasserkreislaufs durch sorgfältigen Umgang mit unseren Böden im Siedlungsgebiet und in der Landwirtschaft (Schwammstadt bzw. Schwammland) sowie der sparsame und effiziente Umgang mit Wasser durch Industrie, Privathaushalte, Landwirtschaft und Bautätigkeit. Im Bereich der Wasserqualität reichen die geplanten Massnahmen aus Sicht der GRÜNEN nicht aus, um den grossen Herausforderungen zu begegnen. Die Strategie zeigt auf, wie stark die Grenzwerte (Nitrat, Pestizide, Phosphor, Mikroverunreinigungen) in den Luzerner Flüssen, in den Mittellandseen und im Grundwasser überschritten werden. Die Lösungen liegen dort, wo Landwirt:innen so produzieren können, dass weniger Schadstoffe in die Gewässer gelangen, und sie für diese Art von Produktion auch korrekt entschädigt werden. Wir GRÜNE fordern darum eine deutliche Steigerung des Engagements des Kantons – mit Massnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unserer Lebensmittel.

Grosses Potential sehen wir in der Stärkung des Wasserkreislaufs sowohl im Siedlungsgebiet als auch in der Landwirtschaft. Durch eine konsequente Stärkung des Schwammstadt- und Schwammland-Prinzips, durch den Rückhalt von Regenwasser, die Entsiegelung von Flächen oder eine schonende Bodenbearbeitung begegnen wir den Herausforderungen durch den Klimawandel: Schutz vor Hitze, Unwetter, Überschwemmungen und Erosion, weniger Wasserverbrauch und stärkere Unabhängigkeit der Wasserversorgung.

Wir GRÜNE vermissen in der Strategie Massnahmen zum sparsamen und effizienten Umgang mit Wasser in Privathaushalten, in der Industrie sowie bei der Bautätigkeit. Hier liegt grosses Potential, welches durch konkrete Massnahmen genutzt werden soll – die Strategie fokussiert beim Wassersparen sehr stark auf die Landwirtschaft.

Stellungnahme Strategie Wassernutzung und Wasserversorgung GRÜNE