GRÜNE Luzern sagen Ja zum elektronischen Identitätsnachweis (E-ID-Gesetz, BGEID)

Die GRÜNEN sprechen sich einstimmig für die staatliche E-ID-Lösung aus, nachdem die ursprüngliche Vorlage mit privater Trägerschaft mithilfe der GRÜNEN vor drei Jahren abgelehnt wurde. «Die neue staatliche Lösung erfüllt unsere damaligen Forderungen: Die neue E-ID ist staatlich, sicher und datensparsam», erklärt Kantonsrätin Rahel Estermann. «Die neue E-ID ist nach dem Prinzip der digitalen Selbstbestimmung gebaut und bleibt freiwillig – wir konnten also unsere grüne Werthaltung in dieses Projekt einschreiben.»

Ein Profiling ist mit der neuen E-ID nicht möglich. Wo eine Person ihre E-ID einsetzt, ist Privatsache und wird nur verschlüsselt auf dem eigenen Smartphone, aber nirgendwo in einer zentralen Datenbank gespeichert. Dies ist sicherer als die heutigen Lösungen, wo Personen ihre ID-Kopien auf Papier oder digital herumreichen müssen.

«Wir sind überzeugt von dieser Vorlage», betont Estermann. «Wir erhalten eine sichere, staatliche digitale Identität, die unsere Privatsphäre schützt und gleichzeitig den digitalen Alltag vereinfacht. Gleichzeitig ist sie freiwillig: Wer will kann weiterhin Behördengänge analog erledigen.»
Die GRÜNEN rufen zur Annahme der E-ID-Vorlage auf und warnen vor Fake-News-Argumenten der Gegner*innen, die nicht auf den tatsächlichen Gesetzesbestimmungen basieren.

GRÜNE Luzern sagen Nein zur Liegenschaftssteuern auf Zweitliegenschaften

Die GRÜNEN sprechen sich einstimmig gegen die Initiative zur Abschaffung des Eigenmietwerts aus und warnen vor den finanziellen Ausfällen. «Der Eigenmietwert ist steuersystematisch richtig», erklärt Nationalrat Michael Töngi. «Der Eigenmietwert ist ein Naturaleinkommen und kein fiktives Einkommen.» Er ist richtig, um eine Steuergerechtigkeit zwischen Mietenden und Eigentümer*innen herzustellen. Die extrem tiefen Zinsen verschärftn die Probleme bei einer Abschaffung zusätzlich, da sie zu weiteren Steuerausfällen führten.
Kritisch sehen die GRÜNEN die geplanten Kompensationsmassnahmen. Um die Steuerausfälle durch die Abschaffung des Eigenmietwerts zu kompensieren, soll eine Zweitwohnsitzsteuer eingeführt werden. 

Nationalrat Michael Töngi
Die einzige fiktive Steuer in dieser Abstimmungsfrage ist die Zweitwohnungssteuer. Kein Kanton und kein Mitglied einer bürgerlichen Partei wird nach der Abstimmung diese Zweitwohnungssteuer einführen wollen.
Michael Töngi, Nationalrat

Die GRÜNEN befürchten, dass die Initiative hauptsächlich wohlhabende Eigenheimbesitzer begünstigt, und die Kantone auf den Ausfällen sitzen bleiben.

Medienkontakte

Michael Töngi, GRÜNER Nationalrat, 079 205 97 65 Rahel Estermann, GRÜNE Kantonsrätin, 079 423 25 81