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Klimabericht: Luzern droht Klimaschutzziele zu verpassen

6. Mai 2021

Die GRÜNEN Luzern begrüssen, dass der Kanton Luzern auch aufgrund des politischen Drucks aus Zivilgesellschaft und der grünen Kräfte endlich eine Strategie für die Klima- und Energiepolitik erarbeitet hat. Die breite Auslegeordnung ist lobenswert - die vorgelegten Pläne sind allerdings klar ungenügend. Wir GRÜNEN fordern schnellere, wirkungsvollere und priorisierte Massnahmen. Ansonsten verfehlt unser Kanton die internationalen Klimaziele und droht die Chancen von Klimaschutz- und Adaption zu verpassen.

Luzern muss umgehend handeln
Der Kanton Luzern hat einen umfassenden und dringend notwendigen Bericht für die zukünftige Klima- und Energiepolitik verfasst. Für die GRÜNEN Luzern sind die Pläne des Kantons jedoch klar ungenügend, um die internationalen Klimaziele zur Einhaltung des 1.5 °C-Ziels (Pariser Klima-Abkommen) erfüllen zu können. Die Massnahmen im Bereich Klimaschutz müssen viel rascher umgesetzt und nach ihrer Wirksamkeit priorisiert werden.

Die überwiegend als Anreize vorgeschlagenen Massnahmen sind dabei nicht ausreichend. «Wir brauchen einen Wandel. Der Luzerner Klimabericht in seiner derzeitigen Form suggeriert, dass wir weitermachen können wie bisher. Das ist eine falsche und sehr teure Fehleinschätzung, die es zu korrigieren gilt», sagt Korintha Bärtsch, Co-Fraktionschefin und Mitglied der zuständigen Kommission Raumplanung, Umwelt und Energie (RUEK).

Klimaschutz bringt Lebensqualität
Gleichzeitig betonen wir GRÜNEN, dass aus dem Klimaschutz auch grosse Chancen für Bevölkerung und die Wirtschaft erwachsen: Durch den umfassenden Adaptions- und Umwandlungsprozess, der unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten intensiv beschäftigen wird, entstehen neue Investitionen, Arbeitsplätze und Forschungsbereiche. Nicht zuletzt sichern wir damit das Wohlbefinden und die Lebensqualität von uns und zukünftigen Luzerner*innen.

Für die GRÜNEN steht auch fest, dass die im Bericht eingeplanten Mittel für Schutz und Anpassung an den Klimawandel nicht ausreichen werden. «Luzern braucht eine unabhängige Klima-Kasse. Das Geld darf nicht in der realpolitischen Mühle stecken bleiben», sagt Co-Fraktionschefin Korintha Bärtsch.

Dieser umfassende Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft bedingt einen stetigen, zielgruppengerechten und zeitgemässen Dialog mit den Luzerner*innen. Hier stützen die GRÜNEN die Pläne des Kantons, die Luzerner*innen mit Kommunikationsmassnahmen zu sensibilisieren und zu informieren. «Ich bin überzeugt: Wenn die Luzerner Bevölkerung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sich auf auf eine wirkungsvolle und konsequente Strategie einigt, können wir Luzern als vorbildlichen Akteur in Sachen Klimaschutz positionieren», sagt Raoul Niederberger, Co-Präsident.

Sie finden die vollständige Vernehmlassungs-Antwort der GRÜNEN Luzern in diesem Dokument:

» Stellungnahme Planungsbericht Klima und Energie - GRÜNE Luzern (PDF, 83 KB)