Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Aktuell

Dringliches Postulat: Ergebnisoffene Zwischennutzung am Murmattweg 2 ermöglichen - Abriss auf Vorrat verhindern

4. Januar 2021

Jona Studhalter namens der G/JG-Fraktion und Mario Stübi namens der SP-Fraktion fordern den Stadtrat mit einem Dringlichen Postulat auf, auf den Abriss des Hauses Murmattweg 2 zu verzichten und die weitere Nutzung des Areals mit in einem ergebnisoffenen Prozess zu lancieren.

Die Geschehnisse rund um den Murmattweg 2, das Wohnhaus mit der angebauten Soldatenstube, haben Ende 2020 erneut viel Staub aufgewirbelt. In mehreren offenen Briefen zeigen Quartiervertreter*innen und weitere Kreise Unverständnis über den angekündigten Abriss des erhaltenswerten Gebäudes, welcher sogar ohne Bauauflage durchgeführt werden soll.

Das Gebäude ist heute unbestritten in einem schlechten Zustand. Für eine langfristige Nutzung wären umfassende Massnahmen erforderlich. Kurzfristig ist insbesondere der Anbau der sogenannten Soldatenstube in schlechtem und nicht mehr benutzbaren Zustand. Dass dieser trotz Auflagen von den Bewohnenden genutzt wurde, ist nicht tolerierbar.

Die Kommunikation zwischen den heutigen Bewohnenden und dem Stadtrat wurde durch verschiedene Vorkommnisse erschwert. Es macht aber wenig Sinn, aufgrund dieser Situation das Gebäude ohne dringende Not einfach abzureissen, ohne zu wissen, was auf dem Grundstück anschliessend vorgesehen ist. Zudem darf auf diesem Gebiet bis auf weiteres nicht gebaut werden.

Mit einfachen baulichen Massnahmen scheint eine Instandhaltung des Haupthauses für rund ein Jahr und eine Abtrennung der Soldatenstube relativ kostengünstig realisierbar und würde zumindest verschiedene Optionen für die zukünftige Nutzung des Areals offenlassen. Diese Zeit soll genutzt werden, um unter Einbezug von Quartierkräften, Quartierarbeit und allfällig weiteren Akteuren einen ernsthaft offenen partizipativen Prozess zu führen, um eine kreative Zwischennutzung des Areals zu ermöglichen.

Der Stadtrat wird angeregt,
  • auf den Abriss des Wohngebäudes am Murmattweg 2 vorläufig zu verzichten.
  • bauliche Massnahmen für die Sicherung des heutigen Wohnteils für rund ein Jahr sicherzustellen.
  • die weitere (Zwischen-)Nutzung des Areals mit in einem ergebnisoffenen Prozess zu lancieren
    und dabei Optionen mit oder ohne Haupthaus offen zu prüfen.