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Langsam, es eilt!

4. Dezember 2020

Die Corona-Krise stellt vieles auf den Kopf. Aber auch sonst ist es eine herausfordernde Zeit, in der viele Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Wer aber eine psychiatrische Behandlung notwendig hat, muss aktuell bis zu sechs Monate darauf warten. Der Kanton als Eigner der Luzerner Psychiatrie (LUPS) steht in der Verantwortung kurzfristig die notwendigen Rahmenbedingungen anzupassen.

Langsam, es eilt! Hannes Koch hat sich entschieden, dieses Postulat trotz der hohen Dringlichkeit nicht als «dringlich» ein zu reichen. Warum? Eine Lösung für eine Verbesserung der bemängelten Umstände setzt eine fundierte Bearbeitung und Klärung des Eigners mit der LUPS voraus. Dies braucht Zeit.

Zudem muss die Lösung vom Rat mitgetragen werden. Sei dies kurzfristig bei der Behandlung im Rat, voraussichtlich im Januar 2021, oder langfristig, wenn es wiederum um die durch den Eigner zu bestimmenden Rahmenbedingungen geht.

Aus Sicht der GRÜNEN und jungen Grünen ist es notwendig, dass die vorgeschlagenen Massnahmen vom gesamten Rat mitgetragen werden. Wir freuen uns sehr, dass dieses wichtige Anliegen von Vertreterinnen und Vertretern aller Fraktionen des Kantonsrates mit ihrer Unterschrift unterstützt wird (siehe dazu die Mitunterzeichnenden).

Mit diesem Vorgehen, hat die Regierung die Möglichkeit, das breit abgestützte Anliegen des Vorstosses fundiert zu prüfen und damit eine klare Haltung zu zeigen. Dies wiederum ermöglicht eine sachliche Behandlung im Rat, denn es geht um Menschen jeden Alters, in einer seelischen Notsituation für die ihnen «unsere» LUPS zu Seite steht!

Wir Grünen und jungen Grünen danken der Regierung und der LUPS, dass sie für die betroffenen Menschen schnellwirkende Massnahmen zur Verkürzung der Wartezeiten finden und diese durch den Kantonsrat unterstützt werden.