Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Aktuell

Postulat über die Prüfung schnell wirkender Massnahmen für die Reduktion der Wartezeiten im ambulanten Bereich der Psychiatrie (EP und KJPD) auf eine qualitativ hochwertige Dauer

30. November 2020

Hannes Koch und Mitunterzeichnende fordern den Regierungsrat mit einem Postulat auf, schnell wirkende Massnahmen zu prüfen, welche die aktuelle Wartezeit in der Erwachsenen- sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wieder auf eine Dauer reduzieren, welche den Forderungen der Eignerstrategie entsprechen.

Der Regierungsrat wird aufgefordert, schnell wirkende Massnahmen zu prüfen, welche die aktuelle Wartezeit in der Erwachsenen- sowie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wieder auf eine Dauer reduzieren, welche den Forderungen der Eignerstrategie entsprechen.

Begründung:
Die Ressourcen der Luzerner Erwachsenenpsychiatrie (EP) und der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJPD) der Luzerner Psychiatrie (Lups) haben im ambulanten Bereich in der Vergangenheit eine Wartedauer von rund drei Monaten für eine Behandlung bedingt.

In den letzten Wochen und Monaten hat sich die Wartedauer auf fünf bis sechs Monate verlängert. Gründe dafür müssen unter anderem in der aktuellen Corona-Krise mit den damit veränderten gesellschaftlichen Normen verortet werden.

Die Eignerstrategie, welche vom Kantonsrat am 27. Januar 2020 in der zweiten Beratung verabschiedet wurde, verlangt, dass die Lups eine wirksame, zweckmässige, wirtschaftliche und konkurrenzfähige, aber auch eine qualitativ hochstehende bedarfsgerechte, flächendeckende Versorgung gewährleistet.

Welche Wartedauer mit «qualitativ hochstehend» vereinbar ist, wird in der Eignerstrategie nicht beschrieben. Sicherlich kann eine Wartedauer von fünf bis sechs Monaten für eine Behandlung in einer Krise bei Erwachsenen und speziell bei Kindern und Jugendlichen nicht als «qualitativ hochstehend» beurteilt werden.

Dieses Postulat wird trotz der hohen Dringlichkeit nicht als «dringlich» eingereicht. Die zu prüfenden Massnahmen brauchen für die Verwaltung eine gewisse Zeit. Aus diesem Grunde wird das Postulat vor der November-/Dezembersession eingereicht, in der Erwartung, dass dieses Postulat in der Januarsession traktandiert wird.

Die Unterzeichnenden danken der Regierung und der Verwaltung bereits jetzt für das Engagement zur Erreichung der vom Kantonsrat erlassenen Forderungen aus der Eignerstrategie.