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Postulat Barrierefreie Kommunikation

14. September 2020

Die barrierefreie Zugänglichkeit der städtischen Informationen ist momentan noch nicht gewährleistet. Hier setzt ein heute eingereichtes Postulat der Fraktion Grüne / Junge Grüne im Luzerner Stadtparlament an.

Gemäss Informationen aus der Stelle für Kommunikation ist die barrierefreie Zugänglichkeit der städtischen Informationen momentan noch nicht gewährleistet. Die Stadt ist zwar zurzeit daran, eine barrierefreie Webseite zu implementieren. Der Zeitplan für die Implementierung ist jedoch noch nicht definiert. Bei Informationen zu Wahlen und Abstimmungen bemüht sich die Stadt Luzern, diese in einfacher Sprache zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Luzern ist aber noch weit davon entfernt, ihre verfassungsmässige Verpflichtung zur Sicherstellung des barrierefreien Zugangs zu den städtischen Informationen zu erfüllen.

Grossstadtrat Martin Abele und seine Parteikollegin Laura Spring haben daher namens der Fraktion Grüne / Junge Grüne im Grossen Stadtrat Luzern ein Postulat eingereicht, in dem sie den Stadtrat auffordern, ihre öffentlich zugänglichen Publikationen baldmöglichst für alle Menschen barrierefrei bereitzustellen. Im Besonderen soll die Stadt künftig:

- die stadteigenen Webseiten barrierefrei gestalten. Diese sind regelmässig auf die Zugänglichkeit überprüfen zu lassen. Dies beinhaltet im Speziellen auch die Zugänglichkeit der Navigation sowie von Links, PDF-Dokumenten und

- sicherstellen, dass alle mobilen Applikationen barrierefrei sind und von allen Menschen mit Behinderung bedient werden können;

- Zentrale Dokumente, Wegleitungssysteme, Schilder, etc. zusätzlich in Braille-Schrift bereitstellen;

- Zentrale Dokumente und Informationen zusätzlich in leichter Sprache zur Verfügung stellen;

- Wichtige mündliche Informationen und Produktionen zusätzlich in Gebärdensprache anbieten bzw. mit Untertiteln zu versehen;

- die städtischen Abstimmungsunterlagen auch im Hörformat zur Verfügung stellen, wie sie die Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh-, und Lesebehinderte anbietet.

Die Massnahmen sollen in einem partizipativen Verfahren zusammen mit Betroffenen-Organisationen erarbeitet werden. Die Umsetzung der Massnahmen gemäss Bundes- und Kantonsverfassung soll mit einem regelmässigen Controlling überprüft werden.

Medienkontakt
Martin Abele