Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Aktuell

Anfrage über die Förderung von Homeoffice beziehungsweise «work-smart»-Umsetzungen

18. Mai 2020

Fabrizio Misticoni und Mitunterzeichnende bitten die Regierung mit einer Anfrage um Antworten zu Möglichkeiten der Förderung von Homeoffice beziehungsweise «work-smart»-Umsetzungen.

Bereits vor Corona haben sich in der Schweiz zunehmend neue Arbeitsformen etabliert, die von den Potenzialen der Digitalisierung profitieren. Dazu zählen Ansätze wie «Village Office», «Coworking Spaces», «work smart» oder Homeoffice. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung quasi über Nacht in der breiten Anwendung nötig gemacht. Zahlreiche Betriebe mussten auf Homeoffice und andere Formen des Arbeitens mit «Social-Distancing»-Massnahmen umstellen. Viele Betriebe waren technisch bereit, viele mussten aber auch technisch aufrüsten, um diese Arbeitsweise zu ermöglichen. Ein Kulturwandel in der generellen Haltung zu neuen Formen der Arbeitsgestaltung wurde «erzwungen». Die Hochschule Luzern forscht aktuell zu den Erfahrungen und Lernmöglichkeiten, die aus diesem Wandel entstehen.

Neben den Herausforderungen, die solche «unfreiwilligen» Umstellungen mit sich bringen, zeigen sich aber auch positive Auswirkungen in reduzierten Pendlerströmen und grösserer Arbeitszufriedenheit durch flexiblere Arbeitsmodelle.

Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung und einem Blick in die Zukunft bitte ich die Regierung um Antworten zu folgenden Fragen:
  1. Welche Schlüsse zieht die kantonale Verwaltung aus den vergangenen Arbeitsmonaten für ihre internen und externen Abläufe? Welche Erfahrungen wurden gemacht?
  2. Wie bewertet die Regierung die Entwicklung von Homeoffice beziehungsweise «worksmart» in der Krisenzeit für die kantonale Verwaltung?
  3. Die kantonale Verwaltung plant aktuell eine Unterzeichnung der «work-smart»-Charta (work-smart-initiative.ch), welche Beweggründe waren ausschlaggebend?
  4. Wie plant die kantonale Verwaltung, die Herausforderungen in Bezug auf Abgrenzungs- und Arbeitszeitfragen («Boundary-Management»1) zu lösen?
  5. Wie bewertet die Regierung die Auswirkungen der vermehrten Homeoffice-Arbeit auf Pendlerströme und Mobilitätsaufkommen?
  6. Wie kann der Kanton Luzern kleinere und mittlere Betriebe bei der Beibehaltung beziehungsweise beim Ausbau von «work-smart»- / Homeoffice-Strategien unterstützen? Gibt es Möglichkeiten, finanzielle Anreize zu schaffen? Gibt es die Möglichkeit, Unternehmen in der Umsetzung aktiv zu begleiten und zu beraten?

1 https://www.leadership-network-lucerne.ch/2019/06/13/work-life-balance-in-aller-munde-und-warum-boundary-managementder-bessere-ansatz-ist/