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Entscheidung Spitalstandort Sursee: Grüne sind erfreut - bemängeln jedoch Entscheidungsfindungsprozess

8. April 2020

Die Grünen Kanton Luzern sind erfreut über die klare Entscheidung für den bisherigen Spitalstandort Sursee, aber enttäuscht über den Prozess der Entscheidungsfindung.

Mit der Medienmitteilung des Regierungsrates Guido Graf vom 2. April 2020 erfährt die Bevölkerung, dass nach rund zweieinhalb Jahren eine Entscheidung getroffen wurde: Die Regierung hat sich gegen den Wunsch des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) für den Neubau auf dem Gelände des jetzigen Kantonsspitals in Sursee entschieden.

Die Entscheidung war unbestritten schwierig. Die Schwyzermatte in Schenkon bleibt mit dem Entscheid als Kulturland und Fruchtfolgefläche erhalten. In Anbetracht der immer stärkeren Verknappung von wertvollen Fruchtfolgeflächen im Kanton Luzern begrüßen wir den Entscheid der Regierung. Mit diesem Entscheid sind allerdings auch verschiedene Herausforderungen verbunden. Eine grosse Herausforderung ist die Weiterführung des Spitalbetriebes bei gleichzeitigem Neubau. Zudem wurde das Pflegeheim Seeblick, welches auf dem selben Grundstück steht, bei der Planung zu wenig berücksichtigt.

Eine weitere Herausforderung sehen wir in der Verkehrsfrage. Das Verkehrsaufkommen wird sich vergrössern und der Aus- und Zufahrtsweg des Rettungsdienstes muss gewährleistet sein. Hierzu ist eine vorausschauende Planung gefragt.

Die kantonsrätliche Gesundheitskommission wurde nur am Rande über die Standortfrage informiert. Im Gesetz wurden die drei Standorte explizit genannt, aber auch darauf hingewiesen, dass diese Frage geklärt werden müsse. In der jetzigen Corona-Krise verhindern die Regierung und die bürgerlichen Kräfte eine Session und die Kommissionen tagen nicht. So ist es dem Volk, vertreten durch das Parlament, unmöglich Einfluss zu nehmen oder wichtige Fragen zu diskutieren.

Die Grünen/Jungen Grünen werden sich mit politischen Vorstössen dem Thema annehmen, denn auch wenn der Entscheid erfreulich ist, gibt es Fragen, welche die Öffentlichkeit interessieren und schlussendlich von ihr mitgetragen werden müssen.