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Leserbrief: Zersiedelung stoppen

Archiv: 25. Januar 2019

In der millionenschweren Gegenkampagne zur Zersiedelungsinitiative äussert sich der Schweizerische Gewerbeverband wie folgt: "Ein falsches Instrument zum falschen Zeitpunkt." Dass sich der Gewerbeverband für die Baulobby einsetzt ist nachvollziehbar, aber es gibt noch andere Interessen als Beton und Profit.

Laut einer aktuellen Studie der UBS werden bis Ende 2019 in der Schweiz 80`000 Wohnungen leer stehen. Wann ist denn der richtige Zeitpunkt, um die Zersiedelung der Schweiz zu stoppen? Wenn noch mehr Wohnungen leer stehen und unser Land zubetoniert ist?

Weiter behaupten die Gegner die Initiative sei zu radikal und das Bauen in der Schweiz werde verunmöglicht. Beides stimmt nicht. Stand heute hat die Schweiz 400 Km2 eingezontes Bauland. Baulandreserve also genug, um das künftige Bevölkerungswachstum für Jahre aufzunehmen. Selbst wenn diese Reserve einmal aufgebraucht wäre, könnte weiterhin gebaut werden. Die Initianten verlangen ja, dass künftig verdichtet gebaut werden soll, nämlich genau dort, wo zusätzlicher Wohnraum in den

Agglomerationen gebraucht wird.
Nicht radikal, sondern ein griffiges Instrument gegen die Zubetonierung der Schweiz. Deshalb stimme ich mit Überzeugung ja zur Zersiedelungsinitiative.

Andreas Hofer, Kantonsrat Grüne, Sursee