Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2015

Postulat für KMU-freundliche Wirtschaftspolitik in der Gemeinde

Archiv: 9. März 2015

Bruno Bienz bittet den Gemeinderat namens der Grünen-Fraktion in einem Postulat, zu prüfen, ob die Schaffung einer KMU-Wirtschaftskommission mit beratendem Charakter in der Gemeinde, bestehend aus neutralen Wirtschaftsfachleuten und Behördenmitgliedern, sinnvoll, zielorientiert und machbar ist.

Regelmässig gibt die Wirtschaftsförderung in der Gemeinde zu reden und auch zu Kritik Anlass. Das Gefühl und die Wahrnehmung von aussen zeigt, dass der Fokus der Wirtschaftsförderung meistens nur auf die 'grossen Fische' gelegt wird. Im Vorstoss Tschümperlin (139/2014) hat der Gemeinderat kundgetan, dass er eine Mikrowirtschaftsförderung nicht für zeitgemäss hält! Aber die Entwicklung im Zentrum und der Exodus von kleinen und mittleren Unternehmen zeigen aber auf, dass eine Mikrowirtschaftsförderung doch von Nöten wäre. Sonst haben wir bald nur noch grosse internationale Firmen in der Peripherie und keine standorttreuen KMU's wie Restaurants, Läden usw. mehr im Zentrum.

Diese werden vielfach einfach vergessen, obwohl sie doch eine tragende Stütze unseres Gemeinde-Systems sind. Nicht vergessen sollte man, dass die KMU weitaus am meisten Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und nicht die 'grossen Fische'. Verschiedene Firmen haben, zu Recht oder Unrecht, ihren Unmut in der Presse kund getan. Auch diverse Gespräche mit "Gewerblern" zeigen auf, dass die Sprache zwischen ihnen und der Gemeinde nicht immer die gleiche ist.

Auch der Gewerbeverband Kriens kann nicht wirklich aus seinem Schatten treten und neue Ansätze zu Problemlösungen aufzeigen. Daher sollten neue Wege gesucht werden. Ein Lösungsansatz wäre unter anderen, die Schaffung einer KMU-Wirtschaftskommission.

Die Grünen Kriens sind überzeugt, dass für die grossen Herausforderungen, die sich der Gemeinde heute und in Zukunft stellen, neue Lösungsansätze gebraucht werden. Gelingt es der Gemeinde, die Zusammenarbeit zwischen ihr und den KMU zu fördern, sodass sich das Unternehmen optimal entwickeln kann, wird auch die Gemeinde dadurch längerfristig profitieren.