Grüne Vorstösse in Agglomeration und Gemeinden - Archiv 2013

Interpellation betreffend Arbeiten für AsylbewerberInnen in Emmen

Archiv: 17. September 2013

Monique Frey stellt dem Emmer Gemeinderat namens der SP/Grüne/GLP-Fraktion in einer Interpellation vom 17. September 2013 Fragen betreffend den Bemühungen der Gemeinde und des Kantons, den AsylbewerberInnen Arbeiten zur Erledigung anzubieten.

Die Gemeinde Emmen hat mit dem Sonnenhof das grösste Asylbewerberzentrum im Kanton. In Luzern und später auch in Nottwil hat man mit Arbeitsangeboten für AsylbewerberInnen sehr positive Erfahrungen gemacht. Es wurden sinnvolle Arbeiten angeboten, welche der Gesellschaft dienen und auch entsprechend entlöhnt wurden. Die Asylbewerber konnten so etwas an die Kosten ihres Aufenthaltes leisten, sie konnten sich nützlich machen. Mit der Aushändigung der Lohnabrechnung wurden Abzüge für den Aufenthalt (Kost, Logie, Betreuung usw.) vorgenommen. Mit einer solchen Arbeit werden die AsylbewerberInnen ernstgenommen und fühlen sich als ein Mitglied der Gemeinschaft.

Ohne diese Arbeiten sind die AsylbewerberInnen in der Schweiz zum Nichtstun verurteilt. Dies fördert Unzufriedenheit, Lagerkoller und kann zu fehlerhaftem Verhalten führen. Die Asylbewerber sind sehr froh um die Abwechslung bei der Arbeit für das Gemeinwesen, im Werkdienst, im Wald, in Naturschutzgebieten und für spezielle Aktionen. Auf der anderen Seite der Leistungsempfänger: die Gemeinde, die Waldbesitzer, die EinwohnerInnen. Sie werden unterstützt bei wichtigen Arbeiten, die in letzter Minute gemacht, oder aufgrund von Zeit- oder Geldmangel
gar nicht mehr ausgeführt werden. Eine klare win-win Situation.

Dazu haben wir folgende Fragen:
  1. Wird Asylbewerbern im Sonnenhof Arbeiten angeboten von Gemeinwesen oder Privaten?In welchem Umfang? Welche Kapazitäten sind im Sonnenhof vorhanden?
  2. Bietet die Gemeinde Emmen Arbeiten für Asylbewerber an? Wenn ja welche und in welchem Umfang? Wird sie dies noch ausbauen? Wenn nein, wieso nicht?