Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2012

Dringliches Postulat: Ausbau der Betreuungsplätze im Schulbereich ‐ Zusammenarbeit mit der Kirche

Archiv: 25. Juni 2012

Edith Lanfranconi und Stefanie Wyss namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion bitten den Stadtrat in einem dringlichen Postulat vom 25. Juni 2012 zu prüfen, ob Kirchgemeinden ihre Räume für die additive Tagesschule zur Verfügung stellen, damit kurzfristig die Anzahl der Betreuungsplätze erhöht werden kann.

Für das kommende Schuljahr 2012/2013 fehlen 230 Betreuungsplätze im Schulbereich. Diejenigen Familien, die ihren Bedarf nicht angemeldet haben, weil sie über die prekäre Situation informiert sind und sich deshalb kurzfristig privat organisiert haben, sind in diesen Zahlen nicht enthalten. Es kann also davon ausgegangen werden kann, dass die Zahl der fehlenden Betreuungsplätze effektiv noch höher ist.

In der dringlichen Motion Nr. 340, Theres Vinatzer, Dominik Durrer, René Meier und Luzia Mumenthaler-Stofer namens der SP/JUSO-Fraktion sowie Edith Lanfranconi-Laube und Stefanie Wyss namens der G/JG-Fraktion wird der sofortige Ausbau der Betreuungsplätze im Schulbereich gefordert. Der Stadtrat soll auf den Start des Schuljahres 2012/2013 mit kurzfristigen und flexiblen Massnahmen für alle Kinder und Eltern verträgliche Lösungen zu finden.

Die Katholische Kirche Stadt Luzern bietet in einem Grossteil ihrer Pfarreien gemeinsam mit der Reformierten Kirche Stadt Luzern einmal pro Woche offene Mittagstische an in grosszügigen Räumlichkeiten, die mit guten Infrastrukturen ausgestattet sind (u.a. Küche, Sanitäranlagen) und die sich teilweise in unmittelbarer Nähe der Schulhäuser befinden (St. Anton, St. Josef-Maihof, St. Karl, St. Michael, Würzenbach). Die Reformierte Kirche führt wöchentlich die Angebote «Deckter Tisch», «Zischtig Zmittag» durch und bietet in der Lukaskirche einen Mittagstisch an, der für alle offen ist. Zudem verfügt die Pfarrei St. Theodul Littau mit dem Zentrum St. Michael und dem Pfarrsaal über entsprechende Räumlichkeiten und bietet bislang einmal im Monat einen Mittagstisch an.

Insbesondere die Sozialdirektion der Stadt Luzern arbeitet auf operativer und strategischer Ebene bereits eng mit der Katholischen Kirche Stadt Luzern zusammen. Der Stadtrat wird aufgefordert zu prüfen, ob die Katholische Kirche Stadt Luzern, die Reformierte Kirche Stadt Luzern, die Pfarrei St. Theodul Littau, die Reformierte Kirche Littau-Reussbühl ihre Räumlichkeiten für Angebote der additiven Tageschulen der Stadt Luzern zur Verfügung stellt bzw. die Stadt Luzern die Räumlichkeiten mieten kann, um den Ausbau der Betreuungsplätze im Schulbereich kurzfristig zu realisieren.