Grüne Vorstösse im Stadtparlament Luzern - Archiv 2012

Interpellation zur weiteren Planung Schlüsselareal Steghof/Industriestrasse

Archiv: 30. April 2012

Ali R. Celik bittet den Stadtrat namens der Grünen-/Jungen-Grünen-Fraktion in einer Interpellation vom 30. April 2012 um Auskunft zur weiteren Planung der Zukunft des Schlüsselareals Steghof/Industriestrasse.

In der öffentlichen Auflage der Revision der Bau- und Zonenordnung 2011 wird darauf verwiesen, dass für drei bis vier Schlüsselareale parallel zur BZO-Revision umsetzungsorientierte Verfahren eingeleitet wurden. Die Schlüsselareale werden einerseits grosse Potentiale für neue Wohnmöglichkeiten und Arbeitplätze anbieten. Andererseits bedürfen diese aber aufgrund ihres Umfangs lange dauernde Bauzeiten und verursachen, neben viel Verkehr auch viele Lärm- und Staubemissionen.

Die Tribschenstadt als Schlüsselareal ist eine der umfangsreichsten und am längsten dauernden Baustelle der Stadt Luzern. Seit mindestens zehn Jahren wird ein Baufeld nach dem anderen bebaut und noch weitere Baufelder liegen brach. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Tribschenstadt sind über mehrere Jahre hinweg immer wieder von Bauarbeiten bzw. von Lärm- und Staubemissionen betroffen. Der stetige Baulärm beeinflusst die Lebensqualität und ist ärgerlich. Die Fraktion der G/JG ist der Auffassung, dass es für ein Schlüsselareal eine Gesamtplanung braucht, welche auch eine Umsetzung in Etappen aufzeigen, die quartierverträglich ist.

Die nächste grosse Bautätigkeit wird voraussichtlich im Steghofareal (Hallenbad/Industriestrasse) realisiert werden. Dabei soll aus den Erfahrungen der Tribschenstadt gelernt werden. Jedoch lässt sich weder in der BZO-Revision noch im Entwicklungskonzept Steghof eine Gesamtplanung zur Bebauungsdauer und Begrenzung der Lärm- und Staubemissionen feststellen.

Wir bitten den Stadtrat um Auskunft zu folgenden Fragen:
  1. Wird eine Gesamtplanung Steghof/Industriestrasse erarbeitet, welche aufzeigt, in welchen Etappen die Planung umgesetzt wird, respektive wie erreicht werden kann, dass sich die Zeit der Bautätigkeit mit ihren negativen Auswirkungen auf ein Minimum beschränkt?
  2. Wie sieht der Umsetzungshorizont der verschieden Schlüsselareale (inkl. Luzern Nord und Luzern Süd) aus?
  3. Wie gedenkt der Stadtrat, die Bevölkerung über die bereits gemachten Arbeiten resp. die Planung des Gebiets Steghof angemessen zu informieren?
  4. Ist der Stadtrat nicht auch der Meinung, dass die Öffentlichkeitsarbeit, gerade weil das geplante Hochhaus Steghof umstritten ist, prompt und nicht erst im Abstimmungskampf zur neuen Bau- und Zonenordnung (BZO) erfolgen muss?