Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2010

Junge Grüne rufen nicht zur WEF Demo in Luzern auf

Archiv: 21. Januar 2010

Die Jungen Grünen Luzern sind sehr kritisch eingestellt gegenüber dem "World Economic Forum" (WEF). Trotzdem hat die Partei sich an ihrer Mitgliederversammlung vom 8. Januar 2010, entgegen der Darstellung in einigen Medien, klar dagegen ausgesprochen, einen Aufruf zu dieser WEF Demo zu unterstützen.

Medienmitteilung Junge Grüne Luzern

Gegen eine Unterstützung einer solchen Demo zu diesem Zeitpunkt und diesem Thema sind die Jungen Grünen Luzern, weil gewisse Vandalen regelmässig eigentlich friedliche Demonstrationen gegen das WEF als Bühne zur Gewaltausübung und Sachbeschädigung missbrauchen. Diese Bühne wollen wir nicht bieten. Zudem sind in der öffentlichen Wahrnehmung Anti-WEF Demonstrationen so stark mit negativen Bildern vorbelastet, dass eine solche Demonstration zum jetzigen Zeitpunkt die Anliegen der Demonstranten, mit welchen die Jungen Grünen zum grossen Teil sympathisieren, gar nicht vermittelt werden können. In der kritischen Auseinandersetzung mit dem WEF wünschen wir uns ein anderes Gefäss, wie etwa einer Diskussionsrunde von befürwortenden und ablehnenden Stimmen zum WEF.

Nein zu dieser Wirtschaftsentwicklung
Das WEF ist ein Treffen von einer Wirtschaftselite, welche auf Kosten der Gesellschaft ihre eigenen Interessen verfolgt. Diese bedeutet die Ausbeutung der Menschen, auch von Kindern und die Unterdrückung von Frauen; miese Arbeitsbedingungen; autoritäre Regierungen, die die Menschenrechte missachten; internationales Steuerdumping und den Ausverkauf der Infrastruktur und führte letztendlich auch in die anhaltende Wirtschaftskrise. Dies alles für den Profit von wenigen Reichen und Mächtigen. Die Jungen Grünen setzen sich unter anderem für eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Vermögen, für eine Wirtschaft im Dienste aller und der Erhaltung der natürlichen Grundlagen unseres Lebens ein!

Gegen die selbsternannten "global leaders"
Die in Davos versammelten Unternehmer und Politiker behaupten, sie würden die globalen Probleme lösen. Dazu sind sie jedoch nicht legitimiert, im Gegenteil: der überproportionale und direkte Einfluss grosser Unternehmen auf die Politik widerspricht demokratischen Grundsätzen. Wir fordern die Unabhängigkeit der politischen Instanzen von der Wirtschaft und eine basisdemokratische Gesellschaftsordnung.

Im erläuterten Sinne unterstützen wir die Kritik am World Economic Forum in Davos.