Artikel und Pressemitteilungen - Archiv 2006

Bessere Luft für den Kanton Luzern

Archiv: 20. Februar 2006

Medienmitteilung Grünes Bündnis Kanton Luzern

Die katastrophal schlechte Luft in den letzten Wochen hat sich buchstäblich verzogen, die Nebeldecke hat sich aufgelöst. Geblieben sind die Ursachen der schlechten Luft - der motorisierte Individualverkehr und die dieselbetriebenen Nutzfahrzeuge. Sie alle emittieren weiterhin ungehindert. Die Gefahr ist gross, dass - mangels akuter Situation - zu wenig getan wird gegen den Feinstaub im Winter und den jährlich wiederkehrenden Sommersmog.

Langfristig planen
Wiederholt haben sich bürgerliche Parteien und die Regierung gegen "Schnellschüsse" und kurzfristige Massnahmen gewehrt. Sie hätten kaum Wirkung und seien ein Tropfen auf den heissen Stein, hat es etwa geheissen. Mittel- und langfristige Massnahmen wurden von vielen Seiten gefordert. Die Grossratsfraktion des Grünen Bündnis lanciert deshalb ein Vorstosspaket zum Thema Verkehr und Feinstaub. Sie schlägt konkrete und auf Kantonsebene machbare Mittel und langfristige Massnahmen vor. Das Grüne Bündnis ist überzeugt: Nur wenn jetzt Massnahmen ergriffen werden, kann die Luftqualität im nächsten Winter besser sein als im Winter 05/06. Das Grüne Bündnis fordert: Eine so massive Belastung der Gesundheit der Luzerner Bevölkerung darf nicht noch einmal auftreten.

Beim Verkehr ansetzen
Das Grüne Bündnis fordert Massnahmen zur Förderung des Velo- und Fussverkehrs als wirksame Antwort auf die schlechte Luftqualität und als wichtigen Beitrag für weniger Verkehr auf den Strassen. Es setzt damit auch einen Kontrapunkt gegen die völlig unverhältnismässigen Strassenbaupläne des Kantons.

Ursachen des Feinstaubs bekämpfen
Die Ursachen der Feinstaubbelastung sind vielfältig. Neben dem motorisierten Individualverkehr gibt es verschiedene andere Quellen, zum Beispiel weder ökonomisch noch ökologisch notwendige Mottfeuer am Waldrand oder Nutzfahrzeuge ohne Partikelfilter auf Baustellen sowie in der Land- und Forstwirtschaft, die als eigentliche Dreckschleudern bezeichnet werden müssen. In diesen Bereichen hat der Kanton Luzern dringenden Handlungsbedarf.