Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2005

Postulat über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Hochschulen für den Kanton Luzern

Archiv: 27. Juni 2005

Postulat von Louis Schelbert, namens der GB-Fraktion

Die Universität, die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz und die Fachhochschulen sind wichtige und qualitativ hochstehende Bildungsangebote im Kanton Luzern. Sie helfen mit, dass gute Köpfe in die Zentralschweiz und nach Luzern finden und hier bleiben. Bei Beurteilungen durch eidgenössische Instanzen des Bundes und der EDK stehen ihre Studiengänge und Weiterbildungsangebote gut, ja sehr gut da. Das gilt für alle Hochschulen. Entsprechend erfolgreich entwickeln sich die Studierendenzahlen nach oben. Diese Bildungseinrichtungen sind daran, sich zu etablieren.

Das ganze Personal mit den Dozierenden und den Studierenden ist in das kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben integriert. Sie sind in Vereinen, besuchen Veranstaltungen, führen selbst solche durch, konsumieren, zahlen Steuern. Wenn die Universität, die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz und die Fachhochschulen zum grossen politischen Thema werden, wird regelmässig ihre grosse volkswirtschaftliche Bedeutung hervorgehoben. Das ist sicher prinzipiell richtig so. Nachfragen zeigen aber, dass niemand über die tatsächliche volkswirtschaftliche Bedeutung Auskunft geben kann. Der Grund: Noch nie wurde eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben.

Im Rahmen der Volksabstimmung über die Universität wird die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Bildungsinstitutionen, namentlich der Universität selbst, ein wichtiges Argument sein können. Der Kanton sollte sich deshalb jetzt das nötige Argumentarium beschaffen.

Die Unterzeichneten verlangen deshalb, dass der Regierungsrat innert nützlicher Frist eine Studie (oder Studien) in Auftrag gibt, die verlässliche Auskünfte über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Hochschulen für den Kanton Luzern ermöglichen. Allenfalls kann der Perimeter auf die ganze Zentralschweiz ausgedehnt werden, wenn die Partnerkantone sich angemessen an der Finanzierung beteiligen.