Grüne Vorstösse im Kantonsparlament Luzern - Archiv 2005

Sofortmassnahmen gegen die Arbeitslosigkeit von jungen Berufsleuten

Archiv: 7. März 2005

Postulat von Louis Schelbert, namens der GB-Fraktion

Heute werden viele Jugendliche doppelt bestraft. Selbst wer eine berufliche Grundbildung erfolgreich abschliessen konnte, sieht sich oft mit Arbeits- und Perspektivlosigkeit konfrontiert. Hier zu handeln, ist sicher primär Sache der Wirtschaft. Aber auch der Kanton kann mithelfen, das Problem zu entschärfen. Wichtig ist, dass die Jungen die fehlende berufliche Erfahrung und die erste vertiefende Weiterbildung erhalten.

Folgende Massnahmen bieten sich an:
  • Weiterbeschäftigung der Ausgelernten während eines Jahres, aber nicht zulasten der beruflichen Grundbildung;
  • Gespräche mit Verantwortlichen von ausbildenden Betrieben, Ausgelernte während eines Jahres weiterzubeschäftigen und Berufserfahrungen sammeln zu lassen;
  • die in der beruflichen Grundbildung nicht aktiven Betriebe (die grosse Mehrheit) übernehmen die Lehrabgänger und -abgängerinnen zu einem Teilzeitpensum von 3 bis 4 Tagen in der Woche zum branchenüblichen Grundlohn. Für die verbleibenden 1 bis 2 Tage werden Jugendlichen Weiterbildungsprogramme zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit angeboten.
Finanziert wird diese Weiterbildung über den Pilotartikel der Arbeitslosenversicherung und, wo nötig und möglich, aus dem paritätisch verwalteten Branchenbildungsfonds.